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Der Countdown zur NEAT-Eröffnung läuft
Geglückte Urner Museumsnacht auf dem Gotthard

Hundert Gäste aus der ganzen Schweiz nahmen die Gelegenheit wahr, am 19. Juni 2015 die Museen des Urner Oberlands und auf dem Gotthard zu besuchen - die 3. Urner Museumsnacht war ein Erfolg.


ART-TV hat uns auf der Museumsnacht begleitet und dazu einen kleinen Film realisiert. Die Videoproduktion sehen Sie hier.


Dem Felsturz in der Schöllenen zum Trotz
Trotz der erschwerten Umstände durch die Sperrung der Schöllenen und dem Umweg über Airolo erschienen alle angemeldeten Personen Punkt 16 Uhr. Sie nutzen die einmalige Gelegenheit, für eine Museums-Bustour ins Oberland. Die Organisatoren zeigten sich mit dem Verlauf der Museumsnacht sehr zufrieden. Damit der Anlass nicht bis in den Morgen dauerte, musste aber die Aufenthaltszeit in den einzelnen Museen leicht gekürzt werden. Die Museumsnacht kann ohnehin nur einen Einblick in die reiche Museumslandschaft Uri gewähren. Sie will den Gast anregen, die Museen später ausgiebiger zu besuchen.

Zwischenhalt vor dem NEAT-Portal
Der erste Zwischenhalt der Museumstour fand vor dem NEAT-Portal in Erstfeld statt. Ambros Zgraggen, Mediensprecher von AlpTransit Gotthard AG, berichtete im Gespräch mit dem Urner Kulturbeauftragten Josef Schuler von der bevorstehenden NEAT-Eröffnung im Jahr 2016 und den grossangelegten Feierlichkeiten. Danach erfolgte die Weiterfahrt nach Andermatt. Um die Reisezeit kurzweilig zu gestalten, erzählten Karl Baumann, Präsident der Urner Museumskonferenz, und Josef Schuler in beiden Bussen wissenswerte Informationen zu den Urner Museen und zu weiteren Ereignissen und Sehenswürdigkeiten am Gotthardweg, beispielsweise vom Freilichtmuseum Steinbruch Antonini in Wassen mit dem im Jahre 2014 neu eingeweihten Rizal-Denkmal.

Spannende Ausstellungen
Im Talmuseum Andermatt wurde die Sonderausstellung “WegZeichen: Der geschliffene Bergkristall“ von Hans Stadler und Joseph Häfliger erläutert. Zudem konnten die Besucher sich ein Bild machen, wie das Urserntal früher gelebt hatte. Im Rathaus Andermatt erzählte Talschreiber Georg Simmen auf humorvolle Weise Wissenswertes über die Korporation Ursern. Es folgte ein Moment der Stille. In der prachtvollen barock ausgestatteten Pfarrkirche St. Peter und Paul hielt man zu Bassklängen des Luzerner Musikers Christian Hartmann einen Moment inne. Auf dem Gotthardpass erhielten die Besucherinnen und Besucher im Nationalen Gotthardmuseum Kenntnis vom beschwerlichen Kampf des Menschen beim Überqueren dieses wichtigen Transport- und Handelsweges. Zwischenzeitlich konnten alle bei einem reichhaltigen Apero eine wohlverdiente Pause einlegen. Ein weiteres Highlight bildete die faszinierende Welt der ehemaligen Festung Sasso San Gottardo mit der Besichtigung der Riesenkristalle vom Planggenstock. In den ehemaligen Geschützräumen, Munitionsmagazinen und Unterkünften tief im Berg konnte die Geschichte des ehemaligen Artilleriefestungswerkes hautnah und spannend erlebt werden.

Ausblick auf die 4. Urner Museumsnacht
Die Rückfahrt vom Gotthardpass verlief ruhig und zügig. Gegen 23.30 Uhr trafen die beiden Busse der Auto AG Uri in Altdorf ein. Die Besucherinnen und Besucher liessen sich überzeugen, dass die Urner Museen eine vielfältige Ausstellungslandschaft darstellt. Sie gaben den Organisatoren ein positives Feedback. Die nächste Museumsnacht findet voraussichtlich in drei Jahren im Urner Unterland statt. Mit den jährlich wechselnden Ausstellungen, Sonderschauen und Veranstaltungen lohnt sich ein Besuch der Urner Museen auch in der Zwischenzeit.